Die Währung der Schweiz ist der Schweizer FrankenDas kleine Alpenland Schweiz ist ein ganz besonderes Reiseziel. Die Schweiz steht für traumhafte Berglandschaften gepaart mit exklusiven Urlaubsregionen, weltberühmten Skigebieten und sehenswerten Städten. Eine Besonderheit ist, dass es in dem kleinen Alpenstaat vier Sprachregionen gibt. Die Schweiz ist in vielerlei Hinsicht speziell: Geografisch mitten in Europa sind die Eidgenossen weder politisch noch wirtschaftlich in die EU integriert. So besitzt die Schweiz ihre eigene Währung. Das offizielle Zahlungsmittel ist der Schweizer Franken (SFR). Um zu verhindern, im teuren Reiseland Schweiz unnötig zusätzliche Kosten wie z. B. Gebühren auszugeben, muss man sich mit der Währung der Schweiz auseinandersetzen. Die folgenden Informationen helfen dabei, günstige Zahlungsformen zu wählen, Kostenfallen zu vermeiden und die Reisekasse effektiv zusammenzustellen.

Franken – Die Währung der Schweiz

Die Schweiz nimmt in Europa eine Sonderstellung ein. Geografisch zu Europa gehörend ist sie weder Mitglied der Europäischen Union noch der Europäischen Währungsgemeinschaft.

Die offizielle Landeswährung der Schweiz ist der Schweizer Franken.

Der amtliche Code nach ISO 4217 ist CHF. Die landläufige Abkürzung ist Fr oder SFr (in Deutschland) bzw. fr bzw. sfr (in anderen Ländern).

Ein Schweizer Franken ist in 100 Rappen (Rp) unterteilt.

Der Schweizer Franken ist auch offizielles Zahlungsmittel im Fürstentum Liechtenstein und in der italienischen Exklave Campione d´Ítalia. Die deutsche Exclave Büsingen (in der Nähe von Schaffhausen) nimmt eine Art „Zwitterstellung“ ein. Es wird ebenfalls mit Schweizer Franken bezahlt, allerdings ist dort der Euro die amtliche Währung.

Der Schweizer Franken gilt im internationalen Vergleich als eines der krisenresistentesten und stabilsten Währungen. Dies hat die Ursache in der stark positiven Entwicklung der Schweizer Volkswirtschaft.

In den grenznahen Regionen kann in der Schweiz auch mit den Euro bezahlt werden. Der Umrechnungskurs ist allerdings meist ungünstiger, sodass dies eher die Notfalllösung darstellen sollte.

Die Schweiz produziert die fälschungssichersten Banknoten weltweit. Die Scheine verfügen über 18 verschiedene Merkmale, welche selbst professionellen Geldfälschern das illegale Kopieren oder Drucken falscher Scheine fast unmöglich machen.

In der Umgangssprache nennen die Schweizer ihre Währung „Stutz“. Dieser Name ist auf den schweizerischen Münzmeister Conrad Stutz zurückzuführen.

 

Übersicht über die Währung Franken

Schweizer Münzen:5, 10, 20 Rappen / ½, 1, 2 und 5 Franken
Schweizer Scheine:10, 20, 50, 100, 200 und 1000 Franken

Devisenbestimmungen für Schweizer Franken

Grundsätzlich existieren in der Schweiz keine Beschränkungen für die Einfuhr von Devisen, welche als gesetzliches Zahlungsmittel zugelassen sind. Beachten muss man allerdings die Deklarationsvorschriften – sowohl bei der Einreise als auch bei der Ausreise aus der Schweiz in EU-Länder:

Barmittel in Landeswährung oder Fremdwährung können in unbeschränkter Höhe in die Schweiz, durch die Schweiz oder aus der Schweiz transportiert werden. Die Barmittel müssen ab einem Gegenwert von 10.000 SFR angemeldet werden.

Unter Barmittel fallen: Bargeld in Landes- oder Fremdwährung, aber auch Wertpapiere, Aktien, Obligationen, Reiseschecks, Barschecks etc.

Stichprobenkontrollen: Aufgrund der Gefahr der Geldwäscherei und des Terrorismus werden an den Schweizer Grenzen stichprobenartige Kontrollen durchgeführt. Wer mehr als 10.000 CHF mit sich führt, muss Fragen zur Person, Herkunft und Verwendungszweck des Geldes beantworten. Es findet dann einen Eintrag in ein Informationssystem der Zollbehörde statt. Bei begründetem Verdacht auf Veruntreuung oder Geldwäscherei wird das Geld beschlagnahmt.

Eine Nicht-Anmeldung oder Verweigerung der Befragung durch den Zoll ist eine Ordnungswidrigkeit (Rechtsgrundlage: Artikel 130 des Schweizer Zollgesetzes (ZG) und Verordnung über die Kontrolle des grenzüberschreitenden Barmittelverkehrs).

Deklarationspflicht bei Verlassen der Schweiz: Bei der Ausreise von der Schweiz nach Deutschland oder einen anderen EU-Staat müssen Barmittel über einem Gegenwert von 10.000 Euro bei der jeweiligen Zollbehörde des EU-Landes unaufgefordert und schriftlich deklariert werden.

Geld wechseln von Euro in die Währung der Schweiz

Obwohl die Schweiz als „Land des Geldes“ gilt und die Kartenzahlung fast überall möglich ist, gibt es im Vergleich zu anderen Reiseländern noch viele Händler, die ausschließlich auf die Bezahlung mit Bargeld bestehen. Für den Wechsel von Euro in Franken gibt es viele Gelegenheiten. Vorsicht: Die Gebührenfalle lauert überall. Wir haben verglichen:

 

Wechsel in Schweizer Franken bei der Hausbank

Vorab: Dies ist von allen Möglichkeiten des Währungswechsels die Teuerste. Hier die Gründe:

Deutsche Banken verlangen für den Verkauf von Devisen hohe Gebühren und bieten in der Regel schlechtere Kurse als beim Währungswechsel vor Ort in einer Schweizer Bank. Zusätzlich zu den Währungswechselgebühren fallen Verwaltungsgebühren an.

Aufgrund der immer geringer werdenden Nachfrage haben deutsche Banken die Fremdwährung oft nicht auf Abruf vorrätig und müssen diese erst selbst einkaufen. Dadurch kann es zu Verzögerungen kommen.

Große Mengen Euro bei der Hausbank in Franken umzutauschen macht keinen Sinn, denn in der Schweiz kann größtenteils mit Karte bezahlt werden und es stehen ausreichend Bankautomaten und andere Wechselgelegenheiten zur Verfügung.

 

Geldwechsel in Franken vor Ort

Wer sich mit Bargeld in der Währung der Schweiz versorgen möchte, kann dies günstiger vor Ort erledigen. Gelegenheiten sind ausreichend vorhanden:

Schweizer Banken bieten für den Währungswechsel in Franken faire Konditionen und niedrigere Gebühren als Wechselstuben in Bahnhöfen oder Flughäfen.

Flughäfen: In den 7 internationalen Flughäfen Zürich, Basel, Genf, Lugano, Bern, Sankt Gallen und Sion stehen schon bei der Ankunft Wechselmöglichkeiten bereit. Die angebotenen Kurse sind zwar günstiger als die der deutschen Banken, aber schlechter als die in den Schweizer Banken angebotenen Konditionen. So lohnt sich maximal der Wechsel einer kleinen Menge Bargeld für den Ankunftstag.

Große Hotels bieten in der Schweiz ihren Kunden ebenfalls eine Wechselmöglichkeit an. Der schnelle Geldwechsel an der Hotelrezeption ist zwar bequem, dies lassen sich die Hotels aber gut bezahlen durch oft ungünstige Kurse und hohe Gebühren.

Wechselstuben sind in der Schweiz im Vergleich zu anderen Reiseländern eher seltener zu finden. An größeren Bahnhöfen befinden sich Wechselstuben der Western Union Bank. Diese bieten faire Konditionen, trotzdem ist ein Geldwechsel bei den Banken die günstigere Alternative.

 

Reiseschecks einlösen

Sowohl in Deutschland als auch in der Schweiz werden seit Jahren keine Reiseschecks mehr verkauft, sie besitzen in der Schweiz aber immer noch einen hohen Stellenwert und werden gerne angenommen.

Die meisten Banken in der Schweiz lösen Reiseschecks in die Währung der Schweiz ein. Vorsicht: Die Gebühren sind von Bank zu Bank unterschiedlich. Zur Umtauschgebühr von 1 bis 3 Prozent des Scheckwerts kommen teilweise noch pauschale Bearbeitungsgebühren von bis zu 20 CHF hinzu. Wer Reiseschecks einlösen möchte, tut gut daran, zuvor die Konditionen der infrage kommenden Banken zu checken.

Reiseschecks sind weltweit versichert und werden bei Verlust sofort ersetzt. Hierfür ist notwendig, dass man sich die Nummern der Schecks notiert und getrennt von den Schecks aufbewahrt. Als sichere Bargeldreserve und zusätzliche Komponente der Reisekasse sind Reiseschecks für einen Aufenthalt in die Schweiz ein ideales Ersatzzahlungsmittel.

 

Schweizer Franken online bestellen

Die modernste und bequemste Art, Euro in Schweizer Franken zu wechseln ist der Onlinekauf.

Immer mehr Reisende nutzen die Dienstleistung einiger Finanzunternehmen, Devisen per Mausklick zu bestellen. Die Seiten der Anbieter wie z.B. Travelex sind mit einem Währungsrechner ausgestattet. Hier wird der tagesaktuelle Wechselkurs angezeigt. Man gibt die gewünschte Menge Devisen ein, die Bezahlung erfolgt – wie bei anderen Onlineeinkäufen auch – per Kreditkarte oder Überweisung.

Der Währungswechsel wird in den meisten Fällen kommissionsfrei angeboten. Ausschlaggebend ist der Kurs zum Zeitpunkt der Bestellung.

Es besteht ein Service, sich die bestellte Währung per versichertem Kurier nach Hause liefern zu lassen. Hierfür wird eine Pauschalgebühr von bis zu 10 Euro fällig. Gebührenfrei kann man die bestellten Franken aber auch vor der Abreise an einer der Filialen abholen. Diese befinden sich an internationalen Flughäfen oder großen Bahnhöfen.

Obwohl die Online-Bestellung wesentlich günstiger ist als der direkte Bargeldwechsel bei der Hausbank, lohnt sich der Wechsel größerer Mengen Bargeld vor der Reise nicht, die günstigsten Konditionen bieten immer noch die Banken vor Ort.

Tipp:

Um den geeigneten Zeitpunkt für einen Währungswechsel zu erwischen, ist es notwendig, die aktuellen Kurse stets im Blick zu haben.

Es existieren kostenlose und hochwertige Währungs-Apps. Wer sich eine dieser Apps aufs Smartphone lädt, kann bequem und zu jeder Zeit den aktuellen Wechselkurs abrufen. Besonders bei längeren Reisen kann man so unnötige Zusatzkosten für den Währungswechsel einsparen.

Erweiterte Apps zeigen auch landesspezifisch Örtlichkeiten für den Geldwechsel aber auch Standorte von Geldautomaten an.

Abheben von Schweizer Franken an Geldautomaten

Die gebührentechnisch günstigere Alternative zum direkten Bargeldumtausch stellt das Abheben von Schweizer Franken per Geldkarte an geeigneten Automaten dar. Die entstehenden Kosten sind anhängig von der Art der verwendeten Karte:

 

Franken abheben per Girocard (EC-Karte)

Die Girocard (EC-Karte) erfährt in der Schweiz eine hohe Akzeptanz und ist ein sicheres Zahlungsmittel für die Reisekasse eines jeden Schweiz-Urlaubers.

Vorsicht Gebühren! Das Geldabheben mit der Girocard (EC-Karte) kann zu einer kostspieligen Angelegenheit werden. Aufgrund der Tatsache, dass die Schweiz nicht zur Europäischen Währungsunion gehört werden für das Abheben von Schweizer Franken Währungswechselgebühren fällig – das Auslandseinsatzentgelt. Für jede Abhebung – unabhängig von der Höhe des Betrags – berechnet die zuständige Hausbank eine Pauschalgebühr. Diese beträgt 5 bis 10 Euro. Um genau kalkulieren zu können, kann man die exakte Gebührenhöhe in den Vertragsunterlagen nachlesen.

Zusätzlich zum Auslandseinsatzentgelt addiert sich für jede Abhebung noch eine kleine Gebühr, die von den automatenbetreibenden Banken für die Nutzung des Geräts veranschlagt wird.

Gebührenfrei Geld abheben können Kunden von deutschen Banken, die in der Schweiz Filialen betreiben. Das renommierteste Beispiel ist die Deutsche Bank mit Filialen u. a. in Zürich. Kunden mit einer Girocard (EC-Karte) dieser Bank können dort gebührenfrei Geld abheben.

Besonderheit

In der Schweiz werden nicht nur Girocards (EC-Katen) mit Maestro oder Cirrus- Logo, sondern auch V-Pay Karten akzeptiert.

Normalerweise finden außerhalb der Eurozone ausschließlich Girocards (EC-Karten) mit dem Maestro- oder Cirrus-Logo Verwendung, V-Pay Karten sind in der Regel für Staaten mit Eurowährung konzipiert. Es gibt aber wenige Ausnahmen, eine davon ist die Schweiz.

 

Schweizer Franken abheben per Kreditkarte

Die Kreditkarte sollte bei einer Reise in die Schweiz auf jeden Fall einen Stammplatz in der Reisekasse besitzen, sie wird gerne und fast überall akzeptiert.

Die höchste Akzeptanz in der Schweiz besitzen Visa und Mastercard. Mit jeweils über 100.000 Akzeptanzstellen besitzen diese Kartenformen das dichteste Netzwerk an Nutzungsoptionen. American Express hat einen unwesentlich geringen Anteil an Akzeptanzstellen.

Ähnlich wie bei der Girocard (EC-Karte) wird auch bei der Nutzung klassischer Kreditkarten an schweizer Bankautomaten eine Auslandseinsatzgebühr fällig. Allerdings wird diese nicht als Pauschalbetrag abgebucht. Der Kunde bezahlt – abhängig vom verfügten Betrag – einen prozentualen Anteil von 1 bis 4 Prozent.

Zusätzlich zum Auslandseinsatzentgelt wird – je nach Bank – zusätzlich eine Gebühr für die Nutzung des Geldautomaten berechnet.

 

Gebührenfreies Geld abheben mit kostenlosen Reisekreditkarten

Die Lösung für das Gebührenproblem sind kostenlose Reisekreditkarten. Mit diesen speziellen Kreditkarten kann man nicht nur in der Schweiz, sondern weltweit an allen autorisierten Geldautomaten gebührenfrei Bargeld in Landeswährung beziehen.

Kostenlose Reisekreditkarten erhält man – wie der Name schon sagt – kostenfrei bei einigen Onlinebanken. Geeignete Anbieter findet man in seriösen Vergleichsportalen. Die Karte kann bequem online bestellt werden und ist in der Regel in wenigen Tagen verfügbar.

Der Unterschied zu herkömmlichen Kreditkarten ist, dass beim Geldabheben das Auslandseinsatzentgelt komplett wegfällt – übrigens auch die Gebühr für die Nutzung von Fremdbanken im Inland.

Kostenlose Reisekreditkarten erfahren dieselbe Akzeptanz wie klassische Kreditkarten. Es entstehen keine Jahresgebühren, im Kartenvertrag enthalten ist bei manchen ein ebenfalls kostenloses Girokonto.
 

 
Auch für Besitzer einer klassischen Kreditkarte lohnt sich deshalb die zusätzliche Anschaffung einer Reisekreditkarte. Es entstehen keine Zusatzkosten und die Ersparnis durch den Wegfall der Gebühren – kann besonders bei langen Reisen oder für Vielreisende – sehr hoch werden.

Zahlungsmöglichkeiten mit der Währung der Schweiz

Die Schweiz ist bezüglich der Zahlungsweisen sehr flexibel. Oft wird Barzahlung und Kartenzahlung gleichermaßen akzeptiert. In abgelegenen Alpenregionen sollte man besser auf bare Schweizer Franken setzten, während in den großen Städten oder auch in den Skigebieten der Alpen fast überall die Kartenzahlung möglich ist. Die Dichte der Geldautomaten ist in der Schweiz ungewöhnlich hoch.

 

Barzahlung mit Schweizer Franken

Immerhin macht die Barzahlung in der Schweiz immer noch fast 70 Prozent aller getätigten Transaktionen aus. Auch größere Händler akzeptieren neben der Kartenzahlung gerne Bares.

Neben dem Schweizer Franken ist es auch vielerorts möglich, in Euro zu bezahlen. Speziell in den grenznahen Regionen sind die Preise oft in Franken und Euro ausgewiesen. Aber: Der berechnete Umrechnungskurs ist ungünstiger, die Bezahlung in Franken ist immer die bessere Variante. Wer in Euro bezahlt, bekommt Franken als Wechselgeld zurück.

Da die Schweiz über ein engmaschiges Geldautomatennetz verfügt, lohnt es sich nicht, größere Beträge Bargeld mit sich zu führen. Wer sich allerdings in die abgelegenen Alpenregionen begibt, sollte damit rechnen, dass dort nur Bargeld in Franken akzeptiert wird.

Wer gebührenfrei Bargeld an Automaten beziehen kann (kostenlose Reisekreditkarte), kann auch bei optionaler Kartenzahlung die Barzahlung bevorzugen. In diesem Fall lohnt sich der Gang zum Geldautomaten.

 

Sonderfall, Projekt „Barzahlen“ der SBB

Das Projekt „Barzahlen“ entspringt einer Zusammenarbeit der Schweizerischen Bundesbahnen SBB mit dem deutschen Fintech-Unternehmen Cash Payment Solutions und richtet sich an Menschen, die Bargeld auch bei Internetkäufen bevorzugen und die ihre sensiblen Daten nicht überall freigeben wollen. So funktioniert es:

Wer Interneteinkäufe tätigt, Fahrkarten bestellt oder Reisen bucht, kann über dieses System „Barzahlen“ statt Kreditkarte als Option auswählen. Per E-Mail oder SMS bekommt der Kunde einen Barcode.

An mehr als 1500 Ticketautomaten der SBB kann der Barcode eingescannt werden und der fällige Betrag kann bar entrichtet werden.

Dieses System ist bisher ausschließlich in Deutschland, Schweiz und Österreich möglich.

Auch Flüge, Reisebuchungen, Reiseversicherungen etc. können auf diese Weise abgewickelt werden.

 

Bargeldlose Zahlung in der Schweiz

In der Schweiz hat sich die Kartenzahlung schon lange durchgesetzt. Trotz hohem Anteil an Bartransaktionen kann man bei einer Reise in die Schweiz häufig mit der Girocard (EC-Karte) oder einer Kreditkarte bargeldlos bezahlen. Bei der Auswahl der Karte darf man den Blick auf die Gebühren nicht vergessen:

Die Kartenzahlung ist in der Schweiz auch in kleineren Geschäften, Tankstellen, in den Bars der Skigebiete etc. möglich. Sowohl Kreditkarten gängiger Anbieter als auch Girocards werden gerne angenommen. Auch die Bezahlung kleinerer Summen per Karte löst in der Schweiz keine Verwunderung aus.

Der Kunde bezahlt bei jeder bargeldlosen Transaktion eine Auslandseinsatzgebühr. Dies wird von der zuständigen Hausbank (Girocard) bzw. von den kartenausgebenden Instituten (Kreditkarte) als Währungswechselprovision erhoben. Um besser planen und vergleichen zu können, kann man die genaue Gebührenhöhe in den Vertragsunterlagen der jeweiligen Karte nachlesen.

Üblicher Standard sind 1 bis 4 Prozent des anfallenden Rechnungsbetrages. Unter diesem Aspekt ist Barzahlung in vielen Fällen günstiger.

Vorsicht DCC-Falle: Ebenso wie bei den Bankautomaten wird bei der Kartenzahlung an mobilen Lesegeräten vorgeschlagen, den Rechnungsbetrag sofort in Euro umrechnen zu lassen. Dies ist eine legale Kostenfalle, es entstehen dadurch aber bis zu 10 Prozent mehr Gebühren als bei der Bezahlung in Franken.

Sicherheit im Umgang mit der Währung der Schweiz

Die Schweiz ist eines der sichersten Reiseländer weltweit. Die Kriminalitätsrate ist sehr gering. Trotzdem bestätigen immer wieder Ausnahmen die Regel. Deshalb sollte man auch in der Schweiz nicht leichtsinnig mit Bargeld, Karten und Wertsachen umgehen:

Geldkarte und PIN müssen immer getrennt voneinander aufbewahrt werden, eine verdeckte PIN Eingabe sollte auch in der Schweiz selbstverständlich sein.

Wer seine Girocard oder Kreditkarte verliert oder Opfer eines Diebstahls wird, muss umgehend eine Sperrung der Karte initiieren. Der internationale Sperrnotruf (+49 116 116) gilt auch in der Schweiz und ist immer erreichbar.

Es ist unnötig, größere Summen Schweizer Franken mit sich zu führen, denn in der Schweiz ist die Dichte der Banken und Geldautomaten sehr hoch.

Geschichtliches und Wissenswertes zum Schweizer Franken

Im Jahre 1848 war die Gründung der Schweiz als Bundesstaat. Ab diesem Zeitpunkt war auch der Bund für die Währung verantwortlich. Zuvor unterlag die Münzhoheit den einzelnen Kantonen.

Durch das Bundesgesetz über das eidgenössische Münzwesen, welches 1850 in Kraft getreten ist, wurde der Franken, der sich am französischen (Silber-)Franc orientierte, als amtliche Währung der Schweiz eingeführt.

Zwischen 1865 und 1927 war die Schweiz Teil der „Lateinischen Münzunion“, bestehend aus Frankreich, Belgien, Italien und Griechenland.

Nach der Einführung des Euro in 12 EU-Ländern im Jahre 2002 verliert der Schweizer Franken kurzfristig stark an Wert. Trotzdem stellt die Währung der Schweiz auch während der Finanzkrise Stabilität und Beständigkeit unter Beweis und erfährt eine starke Aufwertung.

Durch eine permanente Überbewertung des Schweizer Frankens hat die Schweizerische Nationalbank (SNB) im September 2011 einen Mindestkurs festgelegt (1 Euro=1,20 Franken). Dieser wurde 2015 wieder aufgehoben.

Der Schweizer Franken gilt bis heute als eine der stärksten und stabilsten Währungen weltweit.

Geldanlagen in der Schweiz – sicher und völlig legal

Die Schweiz war lange Zeit bekannt als Paradies für Steuersünder und Schwarzgeldkonten. Verschärfte Gesetzte und die Identitätspflicht für Nummernkonten haben dies weitgehend eingedämmt. Unabhängig davon ist aber eine Geldanlage in der Schweiz legal und eine sichere und seriöse Sache:

Schweizer Banken besitzen weltweit einen sehr guten Ruf. Geldanlagen im Land der Eidgenossen erfreuen sich bei Investoren großer Beliebtheit. Die Schweiz ist ein sicheres Land für Investitionen.

Voraussetzung ist, dass man die Zinseinkünfte im Heimatland angibt und versteuert. Durch das sogenannte Doppelbesteuerungsabkommen ist gesetzlich geregelt, dass die Steuern, die in der Schweiz bereits abgeführt wurden, abgezogen werden.

Die Eröffnung eines Kontos in der Schweiz ist für jeden möglich. Die Beantragung eines der „berüchtigten“ Nummernkonten ist nicht mehr anonym möglich, der Kontoinhaber muss seine Identität preisgeben. Denn Schweizer Banken haben die Pflicht, jeden bestehenden Verdacht einer Geldwäsche an das zuständige Finanzamt zu melden. Hier wurde das Schweizer Bankgeheimnis „aufgeweicht“, um die einst dramatische Rate an Geldwäschern zu reduzieren.

Spekulationsgewinne sind nicht steuerpflichtig. Die Formen der Geldanlagen sind in der Schweiz sehr vielfältig, empfehlenswert ist daher ein Beratungsgespräch mit dem Steuerberater. Nicht immer lohnt es sich, ausschließlich aus Renditegründen ein Konto in der Schweiz anzulegen.

Vorsicht Zollvorschriften! Wer als Geldanleger aus der Bundesrepublik Bargeld auf ein Schweizer Konto einzahlen möchte, muss dies bei einer Summe von über 10.000 Euro an der Grenze deklarieren.

 

Währungsrechner Euro ➢ Schweizer Franken

 


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