Die Währung von Kanada stellt der Kanadische Dollar darKanada ist flächenmäßig das zweitgrößte Land der Erde. Unendliche Weiten, unbeschreibliche Naturschauspiele, aber auch pulsierende Städte mit vielen Sehenswürdigkeiten locken nicht nur Trekkingurlauber an. Von den Niagarafällen über die Metropolen Montreal, Quebec und Vancouver bis zu den unvorstellbar weitläufigen Skigebieten Kanadas – es gibt genügend Gründe, dieses wundervolle Land zu besuchen. Eine reibungslos ablaufende Reise setzt eine effektive Zusammenstellung der Reisekasse voraus – so auch in Kanada. Die amtliche Währung von Kanada ist der Kanadische Dollar (CAD). Hilfreich für den finanziellen Teil der Urlaubsplanung sind Informationen über den Umgang mit der Währung von Kanada, anerkannte Zahlungsmittel, Umtauschmodalitäten, aber auch Gebührenfallen, Sparmöglichkeiten und Zollvorschriften. Dies haben wir im Folgenden recherchiert und zusammengefasst:

Dollar ➢ die Währung von Kanada

Die amtliche Währung Kanadas ist der Kanadische Dollar. Die Währung wird von der Bank of Canada ausgegeben.

Die Abkürzung nach ISO Code 4217 ist CAD.

Ein Kanadischer Dollar ist unterteilt in 100 Cent.

Eingeführt wurde der Kanadische Dollar im Jahre 1871 im Zuge des Uniform Currency Act / Loi sur l’uniformité de la monnaie. Dadurch erhielten alle kanadischen Provinzen erstmalseine einheitliche Währung.

Eine Besonderheit der kanadischen Geldscheine ist der Aufdruck in zwei Sprachen. Weil in Kanada sowohl Englisch als auch Französisch offizielle Amtssprachen sind, werden die Scheine in beiden Sprachen beschriftet.

Analog zum US-Dollar wird die Währung von Kanada umgangssprachlich oft als „buck“ bezeichnet. Vermutlich geht diese Bezeichnung auf das Wort „buckskin“ zurück: Dies bedeutet Ziegenbockleder und war früher in Kanada ein gängiges Tauschmittel.

Ein weiteres Alleinstellungsmerkmal des Kanadischen Dollars ist die Prägung der 2 Dollar-Münze. Darauf ist ein Nordlicht abgebildet. Dieses leuchtet tatsächlich in der Dunkelheit.

In Kanada ist es nirgendwo möglich, mit Euro zu bezahlen, auch nicht „inoffiziell“.

 

Übersicht über die Währung Kanadische Dollar

Kanadische Münzen:1, 5, 10, 25 und 50 Cent / 1 und 2 Dollar
Kanadische Scheine:5, 10, 20, 50 und 100 Dollar

Devisenbestimmungen für Kanadische Dollar

Kanada hat einfache und übersichtliche Zollbestimmungen. Die strikte Einhaltung ist sehr wichtig, Verstöße werden mit hohen Geldbußen geahndet.

Mitgeführte Barmittel bis zu einem Gegenwert von 10.000 CAD dürfen deklarationsfrei nach Kanada eingeführt werden.

Zahlungsmittel über 10.000 CAD müssen bei der Einreise schriftlich bei der Zollbehörde deklariert werden.

Aufpassen! Zusätzlich zur Deklarationspflicht bei der kanadischen Zollbehörde muss der Reisende für Barmittel über 10.000 CAD die bei der Ausreise aus der Bundesrepublik geltende Meldepflicht gegenüber dem deutschen Zoll berücksichtigen.

Auch für die Ausreise aus Kanada gilt: Barmittel unter einem Gegenwert von über 10.000 CAD dürfen deklarationsfrei nach Deutschland ausgeführt werden. Höhere Beträge müssen beim kanadischen Zoll schriftlich angemeldet werden. Ebenso wie bei der Einreise müssen deklarationspflichtige Summe Barmittel auch bei der deutschen Zollbehörde angemeldet werden.

Als Barmittel gelten neben Bargeld auch Reiseschecks, durch Dritte ausgestellte Schecks, Wertpapiere, Geschenkgutscheine etc.

Geld wechseln von Euro in die Währung von Kanada

Kanada ist ein weit entwickeltes Reiseland, auch in Sachen Zahlungsmittel. So gibt es eine hohe Geldkartenakzeptanz. Trotzdem wird man ganz ohne Bargeld nicht überall klarkommen. Die Reisekasse mit einer kleinen Menge Kanadischen Dollars auszurüsten ist sinnvoll.

Der Kanadische Dollar gilt als schwankungsanfällige Währung. Das Kursrisiko wird dabei natürlich immer an den Kunden in Form von Gebühren weitergegeben.

Um unnötige Kosten für den Währungswechsel zu vermeiden, muss man sich genau überlegen, wo und zu welchen Konditionen ein Geldwechsel von Euro in Kanadische Dollars am effektivsten ist:

 

Wechsel in Kanadische Dollar bei der Hausbank

Im Zeitalter der Kartenzahlung wird diese Variante des Geldwechselns immer seltener. Dennoch ist es auch heute noch möglich, Fremdwährung – so auch Kanadische Dollars – vor der Reise bei der heimischen Bank zu bestellen. Aber Vorsicht: Dies ist von allen Optionen des Geldwechselns die ungünstigste Variante:

Beim Währungswechsel von Euro in Kanadische Dollars fallen teilweise hohe Gebühren an. Grundsätzlich werden beim Devisenkauf von deutschen Banken schlechtere Kurse berechnet als im Reiseland selbst. Außerdem lässt sich die Bank ihren Aufwand durch zusätzliche Verwaltungsgebühren entlohnen.

Aufgrund der immer geringer werdenden Nachfrage haben deutsche Bankfilialen nicht immer ausreichend Bargeld in Fremdwährung vorrätig. Dies gilt auch für den Kanadischen Dollar. So kommt es beim Geldumtausch nicht selten zu Verzögerungen von mehreren Arbeitstagen. Ein Expressumtausch – falls möglich – wird mit einer zusätzlichen Gebühr belegt.

Wer dennoch nicht ohne Kanadische Dollars die Reise starten möchte, sollte trotzdem nur einen kleinen Betrag wechseln, da die Konditionen vor Ort wesentlich günstiger sind. Auch aus sicherheitstechnischen Gründen ist es nicht ratsam, mit zu viel Bargeld im Reisegepäck unterwegs zu sein.

 

Geldwechsel in Dollar vor Ort

Die günstigere Alternative zum Währungswechsel vor der Reise ist ein Geldwechsel nach der Ankunft in Kanada. Die Wechselkurse der deutschen Banken sind immer ungünstiger als die Konditionen im Zielland. Aber auch beim Währungstausch vor Ort gibt es Unterschiede bezüglich der anfallenden Gebühren:

Bei der Ankunft an internationalen Flughäfen gibt es in Kanada erste Wechselmöglichkeiten. Dort kann man sich als Reisender für die ersten kleinen Ausgaben nach der Landung mit Kanadischen Dollars versorgen, z. B. für den Koffertransport, den ersten Snack oder den Transfer zum Zielort. Vom Umtausch größerer Beträge sollte abgesehen werden, da die Kurse der Flughafen-Wechselstellen nicht besonders gut sind und die Gebühren höher als in Banken oder Wechselstuben in den Städten.

Banken und Wechselstuben sind in Kanada – auch in kleineren Städten – ausreichend vorhanden. Hier erhält man deutlich günstigere Kurse und bezahlt niedrigere Gebühren als bei der heimischen Hausbank oder der Wechselstube am Flughafen.

Hotels, Ferienwohnanlagen oder Campingplätze bieten ebenfalls Wechselmöglichkeiten. Diese bequeme Lösung hat aber ihren Preis. Die Kurse sind fast immer ungünstiger als die bei offiziellen Wechselstuben.

Tipp: Auf den Seiten vieler Reiseveranstalter oder aber auch in seriösen Reiseforen gibt es Auflistungen und Bewertungen der Wechselstuben und Banken für viele kanadischen Reiseziele. Eine Vorab-Recherche spart unnötig Nerven und Zeit für die Suche nach einer günstigen Wechselmöglichkeit.

 

Reiseschecks einlösen

Die Bedeutung von Reiseschecks (Travellerschecks) ist in den letzten Jahren durch die immer größere werdende Verbreitung von Kreditkarten gesunken, sodass sie faktisch als Zahlungsmittel kaum noch eine Rolle spielen. In Deutschland werden seit Jahren keine Reiseschecks mehr ausgegeben. Wer noch alte Reiseschecks besitzt, kann diese trotzdem noch mancherorts in Kanada einlösen:

Banken und Wechselstuben in Kanada akzeptieren Reiseschecks als Zahlungsmittel und lösen die Schecks in die Währung von Kanada ein. In manchen Hotels kann auch direkt mit Reiseschecks als Barmittel bezahlt werden. Diese Möglichkeit ist aber nicht mehr flächendecken gegeben, wohl aber in den großen Städten und touristisch frequentierten Orten.

Beim Einlösen der Reiseschecks werden Gebühren fällig. Diese berechnen sich aus dem Scheckwert, üblich sind 1 bis 3 Prozent. Oftmals wird auch beim Einlösen von Schecks mit niedrigeren Beträgen eine Mindestgebühr von ca. 5 Euro berechnet. Zusätzlich können – je nach Wechselstelle – Verwaltungsgebühren entstehen.

Reiseschecks gehören – obwohl sie am Aussterben sind – zu den sicheren Zahlungsmitteln. Sie sind weltweit versichert und werden im Verlustfall unmittelbar ersetzt. So haben sie auch heutzutage noch ihre Berechtigung als sicheres Ersatzzahlungsmittel in der Reisekasse.

 

Kanadische Dollars online bestellen

Seit Jahren möglich und immer mehr im Trend ist der Onlineeinkauf von Fremdwährung. Wer sich vor der Reise mit Kanadischen Dollars ausrüsten will, kann dies bequem per Mausklick erledigen. Der Online-Devisenkauf ist nicht nur bequemer, sondern auch deutlich günstiger als der traditionelle Währungstausch bei der heimischen Bank. So geht’s:

Es existieren mehrere Banken und Finanzdienstleister, welche den Online-Devisenwechsel anbieten. Federführend sind derzeit Travelex und die Reisebank AG.

Auf den Seiten der Anbieter befindet sich ein Währungsrechner, sodass man den angebotenen Kurs jederzeit einsehen und gegebenenfalls mit anderen Anbietern vergleichen kann. In wenigen Minuten ist das Formular für den Währungskauf ausgefüllt und die gewünschte Summe bestellt.

Berechnet wird immer der Kurs zum Zeitpunkt der Bestellung. Bezahlt wird per Kreditkarte oder Überweisung.

Die gewünschte Summe Kanadische Dollars werden wahlweise per versichertem Kurier nach Hause geliefert (Achtung: Pauschalgebühr von bis zu 10 Euro), oder man kann sie in einer der Filialen der Anbieter vor dem Abflug kostenfrei abholen. Diese befinden sich an internationalen Flughäfen oder auch an großen Bahnhöfen.

Abheben von Kanadischen Dollar an Geldautomaten

Trotz einer sehr geringen Bevölkerungsdichte verfügt Kanada über ein engmaschiges Netz an Geldautomaten (ATMs – Automated Teller Machine, bzw. ABMs – Automated Banking Machines). 65.000 davon stehen zum Geldabheben mit geeigneten Karten zur Verfügung.

Banken in Kanada

Die bekanntesten Banken Kanadas sind:

Royal Bank of Canada
Toronto-Dominion Bank
Scotiabank,Bank of Montreal
Canadian Imperial Bank of Commerce

Diese Banken betreiben sowohl eigene Bankautomaten, sie sind außerdem in übergreifenden Netzwerken zusammengeschlossen, z. B. „The Exchange“.

Abgesehen von den Bankautomaten gibt es in Kanada sogenannte „White-Label“ Automaten. Diese tragen kein Logo von der Bank und werden von anderen Finanzdienstleistern betrieben.

Fündig bei der Suche nach Geldautomaten wird man neben Bankfoyers auch in Hotels, Restaurants, Einkaufszentren, Tankstellen und in größeren Bars.

Geldabheben in Kanada ist weitgehend sicher. Aufpassen muss man bei der Wahl der Karte, um nicht aus Unwissen zu viel Reisegeld in unnötige Gebühren zu investieren:

 

Dollar abheben per Girocard (EC-Karte)

Auch in Kanada werden Girocards (EC-Karten) bei den meisten Geldautomaten akzeptiert. Genau hinschauen muss man bei der Zusammensetzung und der Höhe der entstehenden Gebühren:

Die Girocard (EC-Karte) muss das Maestro-Logo oder das Cirrus-Logo tragen, um an kanadischen ATMs angenommen zu werden. V-Pay Karten sind für Europa vorbehalten und in Kanada völlig nutzlos.

Achtung:
Aus Haftungs- und Sicherheitsgründen haben in den letzten Jahren einige kanadische Geldautomaten die Nutzung für Maestro-Karten gesperrt, Maestro-Karten verfügen noch über das alte Magnetstreifensystem. Hier gibt es keinen Schutz gegen das Auslesen der Daten im Falle des Skimmings. Die Banken können sich noch nicht auf einen weltweit gültigen Sicherheitsstandard einigen.

Beim Abheben von Kanadischen Dollars werden Gebühren fällig. Die heimische Bank berechnet für den Währungswechsel eine Auslandseinsatzgebühr. Diese wird als Pauschalbetrag von 5 bis 10 Euro veranschlagt.

Die automatenbetreibenden Banken oder Finanzinstitute in Kanada berechnen ebenfalls eine Pauschalgebühr für die Nutzung ihrer Geldautomaten. Diese liegt bei 2 bis 3 CAD pro Abhebung.

Vorsicht: Unabhängige Geldautomaten verlangen meistens höhere Gebühren als offizielle Bankterminals.

Ausnahme:
Einige Banknetzwerke in Kanada bieten für Kunden teilnehmender Partnerbanken gebührenfreie Abhebungen an.
Bekannte Netzwerke sind z. B. die Global ATM Alliance, Allpoint, HSBC oder Accel Network.
Außerdem existieren Bankpartnerschaften zwischen einigen deutschen und kanadischen Banken.
Wessen Hausbank Teil dieser Netzwerke oder Partnerschaften ist, kann an den betreffenden Automaten mit der Girocard Bargeld ohne Automatennutzungsgebühr abheben.
Vorsicht: Es entfällt ausschließlich die Gebühr der kanadischen Bank, die Auslandseinsatzgebühr der Hausbank wird trotzdem berechnet!

 

Dollar abheben per Kreditkarte

Überall in Kanada bestehen ausreichend Möglichkeiten, mithilfe einer Kreditkarte Bargeld in der Währung von Kanada zu beziehen.

Die größte Akzeptanz erfahren klassische Kreditkarten von Visa und Mastercard. Bei anderen Anbietern kann man sich anhand der aufgedruckten Logos an den ATMs vergewissern, ob die Karte seines Anbieters angenommen wird.

Bei der Nutzung klassischer Kreditkarten muss der Kunde mit Gebühren rechnen. Das Auslandseinsatzentgelt wird vom kartenausgebenden Institut erhoben. Bei Kreditkartennutzung korreliert diese Gebühr mit der abgehobenen Summe. Üblich sind 1 bis 4 Prozent des Betrags.

Eine Verwaltungsgebühr für die Nutzung eines bankfremden Automaten wird ebenfalls fällig. Diese wird von den kanadischen Banken oder Betreiber der ATMs erhoben. Hier handelt es sich um einen Pauschalbetrag von 2 bis 3 CAD. Die Gebühr unabhängig betriebener Automaten ist meist höher als die Gebühr der offiziellen Bankautomaten.

 

Gebührenfreies Geld abheben mit kostenlosen Reisekreditkarten

Ein Bargeldbezug ohne Auslandseinsatzgebühr ist nur dann möglich, wenn man über eine kostenlose Reisekreditkarte verfügt – die mit Abstand günstigste Lösung, sich Bargeld in Landeswährung zu verschaffen:

Bei den kostenlosen Reisekreditkarten handelt es sich um spezielle Kreditkarten einiger Internetbanken bzw. Onlineanbietern. Sie können per Internet ohne Anschaffungsgebühr bequem bestellt werden. Es entstehen weder Anschaffungs- noch Jahresgebühren.

Der signifikante Unterschied zur klassischen Kreditkarte ist der weltweite Wegfall der Auslandseinsatzgebühr beim Bargeldbezug an bankfremden Automaten. Mit diesen Reisekreditkarten kann man sich also auch in Kanada ohne Auslandseinsatzgebühren mit Bargeld in Landeswährung versorgen.

Das Leistungsspektrum und die Akzeptanz von Reisekreditkarten unterscheidet sich nicht von der klassischen Variante, Reisekreditkarten werden ebenfalls überall in Kanada akzeptiert.

Zahlungsmöglichkeiten mit der Währung von Kanada

Wer nach Kanada reist, muss wissen, dass die Kreditkarte das Hauptzahlungsmittel der Kanadier ist. Trotzdem gibt es Ausnahmen, z. B. in weit entlegenen Gegenden, aber auch bei speziellen kleinen Händlern in den Städten.

Hat man die Wahl zwischen Barzahlung oder Kartenzahlung, sollte die Höhe der jeweils entstehenden Gebühren das Entscheidungskriterium sein. Vergleichen hilft sparen!

Mit einer breitbandigen Ausrüstung der Reisekasse mit Barmittel und Geldkarten ist man in Kanada auf der sicheren Seite.

 

Barzahlung mit Kanadischen Dollar

Obwohl die Barzahlung in Kanada eine zunehmend untergeordnete Rolle einnimmt, ist sie dennoch vielerorts möglich.

Wer sich bei Ausflügen oder Rundreisen in die entlegenen Gegenden der kanadischen Weiten begibt, muss damit rechnen, dass dort nicht überall die Möglichkeit besteht mit Karte zu bezahlen oder einen Geldautomaten vorzufinden. Aber auch im urbanen Bereich gibt es kleine Händler, welche nur Bargeld akzeptieren. Berühmtes Beispiel sind die kanadischen „beer stores“. Hier werden nur einheimische Geldkarten oder Bargeld in Landeswährung akzeptiert.

Barzahlung ist in Kanada ausschließlich in der Währung von Kanada möglich. Euros oder andere Fremdwährungen werden nicht akzeptiert.

Wer sich längere Zeit in Kanada aufhält, sollte den Kreditrahmen bzw. das Verfügungslimit seiner Karten nicht aus den Augen verlieren. Ist dieser frühzeitig erschöpft, bleibt die Barzahlung die Alternative.

Aus Sicherheitsgründen ist es wichtig, keine großen Mengen Bargeld mit sich zu führen. Ausnahmefälle sind längere Ausflüge in abgelegene Provinzen.

Bestehen z. B. im Restaurant beide Optionen der Bezahlung, so kann unter Umständen die Barzahlung die günstigere Variante sein. Wer die Möglichkeit besitzt, über eine Reisekreditkarte gebührenfrei an Kanadische Dollars zu gelangen, hat bei einer Barzahlung weniger Zusatzkosten zu erwarten als bei der gebührenpflichtigen bargeldlosen Zahlung – in diesem Fall lohnt sich der Umweg zum Bankautomaten.

 

Bargeldlose Zahlung in Kanada

Die bargeldlose Kartenzahlung ist in Kanada zweifelsohne das Zahlungsmittel Nummer eins. Dies gilt auch für Touristen.

In einigen Fällen ist in Kanada ausschließliche die Bezahlung mit Kreditkarte möglich. So beispielsweise bei Mietwagenunternehmen. Hier gilt die Kreditkarte als einzig akzeptiertes Zahlungsmittel. Auch eine Hotel- oder Flugbuchung ist oft nicht mehr mit Barzahlung möglich.

Die höchste Akzeptanz für eine bargeldlose Zahlung erfahren Kreditkarten von Visa oder Mastercard, sehr häufig wird aber auch American Express akzeptiert. Aber auch Girocards (EC-Karten) mit dem Maestro-Logo werden nicht selten angenommen, allerdings nicht im gleichen Umfang wie Kreditkarten.

Bei der bargeldlosen Bezahlung per Geldkarte entstehen außerhalb der Eurozone Gebühren für den Währungswechsel. So muss man in Kanada mit einer Auslandseinsatzgebühr von 1 bis 4 Prozent des Rechnungsbetrages kalkulieren. Diese Gebühr wird von der deutschen Hausbank bzw. dem Kreditkarteninstitut berechnet. Hinzu kommt in einigen Fällen noch eine – meist sehr geringe – Gebühr seitens des kassierenden Händlers für die Nutzung des Kartenterminals.

Sicherheit im Umgang mit der Währung von Kanada

Kanada gilt im internationalen Vergleich als sehr sicheres Reiseland mit einer niedrigen Kriminalitätsrate. Dennoch ist es notwendig, bei einer Reise nach Kanada die üblichen Sicherheitsregeln – speziell bezüglich Zahlungsmittel – zu beachten, um keine unangenehmen Überraschungen zu erleben:

Sichere Aufbewahrung: Bargeld, Geldkarten und Wertsachen sollten auch in Kanada stets am Körper getragen werden, idealerweise in Brustbeuteln oder Bauchtaschen. Trotz der niedrigen Kriminalitätsrate sind besonders in den Touristengebieten Kleinkriminelle, vereinzelt auch Diebesbanden unterwegs. Die Aufbewahrung in Rucksäcken oder Handtaschen stellt eine Einladung für Diebe dar.

Wenig Bargeld mitführen: In Kanada kann fast überall mit Karte bezahlt oder Geld abgehoben werden. Aus diesem Grund ist es nicht nur unnötig, sondern auch fahrlässig, große Mengen Bargeld im Gepäck zu haben.

Kartensperrnotruf bereithalten: Wird eine Kreditkarte oder Girocard geklaut oder geht verloren, so hat die sofortige Kartensperrung oberste Priorität. Diese Notrufnummer (+49 116 116) ist international gültig und rund um die Uhr täglich erreichbar.

Vorsicht beim Geld abheben: Am sichersten ist die Nutzung von Geldautomaten in Bankfoyers. Diese sind kameraüberwacht und werden regelmäßig gewartet. Automaten in dunklen Gassen oder unbelebten Straßen sollte man auch in sicheren Reiseländern wie Kanada meiden.

Ersatzzahlungsmittel parat haben: Wer eine breitbandig aufgestellte Reisekasse im Gepäck hat, ist im Notfall Plan B-fähig. So ist beispielsweise die Mitnahme von mindestens zwei Geldkarten empfehlenswert. Im Fall eines Diebstahls oder Verlustes kann man auf die Ersatzkarte zurückgreifen, ebenso wenn eine Karte gesperrt oder kaputt ist. Reiseschecks eignen sich ebenfalls als sicheres Ersatzzahlungsmittel.

Geschichtliches und Wissenswertes zum Kanadischen Dollar

Vor Entstehung der ersten kanadischen Siedlungen war noch der Tauschhandel, wie ihn auch die Inuit betrieben hatten, in Kanada üblich. Um internationalen Handel zu betreiben, war eine einheitliche Währung notwendig. Die Einführung des Französischen Frankens oder des Englischen Pfunds wurde abgelehnt, weil Kanada seine Eigenständigkeit betonen wollte.

Die kanadische Währung war lange an das britische Pfund Sterling gekoppelt. 1792 wurden mit Duldung der britischen Regierung die ersten Banken gegründet.

Mit zunehmendem Einfluss der US-Wirtschaft orientierte sich die Währung von Kanada immer mehr am US-Dollar.

Im Jahre 1858 wurde in den Metropolen der Kanadische Dollar eingeführt, aber noch nicht flächendeckend.

Erst im Jahre 1871 wurde der Kanadische Dollar offiziell als amtliches Zahlungsmittel für das gesamte Kanada eingeführt und galt erst ab diesem Datum ausnahmslos in allen Provinzen des Landes.

Ab 1973 werden die Kanadischen Dollar-Münzen in Winnipeg geprägt. Die Prägung erfolgt sowohl in der englischen als auch in der französischen Sprache, da beide Sprachen in Kanada als Landessprachen genutzt werden.

Seit dem Jahre 2011 wurden in Kanada die Banknoten aus einem Polymermaterial hergestellt, dies war bis zu diesem Zeitpunkt nur in Australien üblich. Die Polymertechnologie steigert die Fälschungssicherheit und die Haltbarkeit der Banknoten.

 

Währungsrechner Euro ➢ Kanadische Dollar

 


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