Die Währung von China ist der Renminbi YuanChina gilt auch als Erfinderland des Papiergeldes. Die offizielle Währung von China ist der Renminbi-Yuan und es werden keine anderen Währungen akzeptiert. Für Reisende ist es unumgänglich, sich vor einer Chinareise intensiv mit dem Umgang der Währung von China auseinanderzusetzen. Wer über Möglichkeiten des Währungswechsels, Zahlungsmodalitäten und Arten der Bezahlung auseinandersetzt, kann die Reisekasse optimiert zusammenstellen. Hier die wichtigsten Punkte zum Thema Währung in China:

Der Renminbi-Yuan – Die Währung von China

Die genaue Bezeichnung der chinesischen Währung ist im Unterschied zu den meisten Fremdwährungen kompliziert:

  • Renminbi (Währungskürzel RMB) ist die amtliche Bezeichnung der chinesischen Währung.Ren min bi“ bedeutet übersetzt „Währung der Völker“.
  • Die Einheit der „Volkswährung“ Renminbi ist der Yuan (CNY). Ist von Geldbeträgen die Rede, so spricht man immer von Yuan. Auch die Auszeichnung der Preise in China wird in Yuan angegeben. Deshalb verwenden wir auch diese Bezeichnung im Verlauf dieses Artikels.

Der amtliche Code nach ISO 4217 ist CNY.

Das offizielle Währungszeichen in chinesischer Sprache für den Yuan ist ¥. In vielen Geschäften oder Restaurant ist aber auch das Kürzel 元 üblich.

Ein chinesischer Yuan ist unterteilt in Jiao und Fen. Ein Yuan hat den Wert von 10 Jiao oder 100 Fen.

Fen-Scheine oder Fen-Münzen haben zwar noch Gültigkeit, sind kaum noch im Umlauf.

Eine interessante Information für Chinareisende ist, dass die Einheimischen den Yuan umgangssprachlich als „Kuai“ bezeichnen. Der landläufige Ausdruck für den Jiao in China ist „mao“.

Der Renminbi-Yuan ist keine frei konvertierbare Währung. Die Währung kann gegebenenfalls von der Regierung bestimmt werden. Deshalb ist eine Vorhersage von Kursentwicklungen nicht immer einfach.

Der Renminbi Yuan wird ausschließlich auf dem chinesischen Festland verwendet.

Der Umlauf von Fremdwährungen innerhalb des Landes ist in der Volksrepublik China strengstens verboten. Aus diesem Grund werden nirgendwo Euro oder US-Dollar angenommen.

 

Sonderfall Honkong

In Honkong gilt der Hongkong-Dollar (HKD) als offizielle Währung.

Der Hongkong-Dollar wird ebenfalls in Macau und in einigen Gebieten der Provinz Guandong als Zahlungsmittel akzeptiert.

Interessant: In Honkong haben Banken unter gewissen Rahmenbedingungen die Wahl bei Design und Gestaltung der Geldscheine. So sind verschieden aussehende Geldscheine gleicher Wertigkeit im Umlauf.

 

Sonderfall Macau

In Macau gilt der Pataca als offizielles Zahlungsmittel.

Der Pataca ist fest an den Hongkong-Dollar gekoppelt, somit auch indirekt an den US-Dollar.

Der Pataca gilt seit dem 19. Jahrhundert als Währung von Macau, der Name hat seine Herkunft aus der Bezeichnung eines mexikanischen Silberdollars.

Der chinesische Yuan wird nicht akzeptiert, aber der Hongkong Dollar wird in Macau in der Regel angenommen.

 

Übersicht über die Währung Yuan

Chinesische Münzen:1, 2 und 5 Fen / 1 und 5 Jiao / 1 Yuan
Chinesische Scheine:1, 2 und 5 Jiao / 1, 2, 5, 10, 20, 50 und 100 Yuan

Devisenbestimmungen für den Yuan

Für die Ein- und Ausreise nach China gelten sehr strenge Zollvorschriften:

Es dürfen Devisen in Form von Bargeld und anderen Zahlungsmitteln bis zu einem Wert von 20.000 Yuan eingeführt werden.

Zusätzlich ist die Einfuhr von maximal 5.000 US Dollar erlaubt.

Edelmetalle und Edelsteine werden nicht als Zahlungsmittel deklariert. Das bedeutet der Wert eingeführter Edelmetalle oder Edelsteine wird nicht zum Zollfreibetrag dazugerechnet. Diese müssen gesondert deklariert werden.

Bei der Ausreise aus China gelten dieselben Grenzen. Nationale Währung darf bis zu einem Betrag von 20.000 Yuan ausgeführt werden, Devisen und Wertpapiere bis zu einem Gegenwert von maximal 5.000 US-Dollar.

Die Ausfuhr von Fremdwährungen ist bis zu der deklarationspflichtigen Summe – abzüglich der Umtauschbeträge – erlaubt.

Geld wechseln von Euro in die Währung von China

Da es – im Gegensatz zu den meisten anderen Reiseländern – in China strengstens untersagt ist, Fremdwährung in Umlauf zu bringen, werden auch „unter der Hand“ nur äußerst selten Euro oder US Dollars angenommen, der Reisende und der Händler machen sich dadurch strafbar. So ist es unumgänglich, während der Reise nach China in der Währung von China zu bezahlen. Für den Währungsumtausch von Euro in Yuan hat man als Reisender einige Möglichkeiten. Für eine kosteneffiziente Lösung sollte man diese hinsichtlich anfallender Gebühren, Risiken und Zusatzkosten sehr genau vergleichen:

 

Wechsel in Yuan bei der Hausbank

Da in China ausschließlich Landeswährung als Zahlungsmittel akzeptiert wird, ist es wichtig, schon bei der Ankunft Yuan im Gepäck zu haben. Eine Möglichkeit besteht darin, vorab bei der Hausbank Euro in Yuan zu wechseln. Leider ist dies die ungünstigste Variante des Währungswechsels:

Wer bei deutschen Hausbanken vor der Reise Euro in Yuan wechseln möchte, muss mit ungünstigen Konditionen rechnen. Der Wechselkurs ist deutlich schlechter als bei einem Umtausch vor Ort. Zusätzlich fallen z. T. hohe Gebühren für den Währungswechsel und den Verwaltungsaufwand an.

Im Zeitalter der Kreditkarten ist es inzwischen die Ausnahme, dass ein „direkter“ Bargeldwechsel bei deutschen Banken vollzogen wird. Aus diesem Grund haben die wenigsten Banken chinesische Währung vorrätig, die Yuan müssen erst von der Bank bestellt werden. Dies kann zu Zeitverzögerungen von mehreren Tagen führen.

 

Geldwechsel in China

Günstiger als der Währungstausch vor der Reise ist die Versorgung mit der Währung von China vor Ort. Dies ist in China nicht immer einfach. Folgend einige nützliche Tipps:

Bank of China
Prinzipiell lassen sich ausländische Währungen am sichersten durch die „Bank of China“ in die Währung von China wechseln. Die Prozedur des Geldwechsels ist kompliziert. Die Wartezeiten in der Bankfiliale sind eine Geduldsprobe, es müssen mehrere Formulare ausgefüllt werden, die Identifizierung durch den Reisepass ist Pflicht.

Die Bank of China hat touristenfreundliche Öffnungszeiten und hat auch an Wochenenden geöffnet.

Wechselstuben
Auch in China gibt es als Konkurrenz zu den Banken Wechselstuben. Vor allem an den internationalen Flughäfen gibt es im Ankunftsbereich mehrere Wechselstuben, die ihre Dienste anbieten, um Fremdwährung in Yuan zu wechseln. Diese bieten allerdings nicht die besten Kurse.

Der Geldwechsel verläuft in Wechselstuben zwar unkomplizierter, unbürokratischer und insgesamt schneller als in der Bank of China. Allerdings ist der Wechselkurs meistens schlechter. Außerdem wird eine zusätzliche Provision berechnet.

Geldwechsel im Hotel
In fast allen großen Hotels hat der Reisende die Möglichkeit, Geld in Landeswährung direkt an der Rezeption zu wechseln. Einige 5-Sterne-Hotelketten bieten sogar automatische Geldwechselmaschinen. Diese bequeme Variante hat den Vorteil, dass keine Wartezeiten und bürokratischer Aufwand entstehen, allerdings sind die angebotenen Kurse oftmals weit schlechter als bei der Bank of China.

Vorsicht!

Nicht selten stehen vor den Bankfilialen oder Wechselstuben private Geldwechsler, die mit einem unkomplizierten Währungswechsel zu einem vermeintlich guten Kurs werben.

Hier gilt: Finger weg! Diese Form des Geldwechsels ist illegal, außerdem besteht die Gefahr, Falschgeld untergejubelt zu kriegen.

 

Reiseschecks einlösen

Weltweit ein Auslaufmodell als Zahlungsmittel, werden Reiseschecks dennoch auch in China akzeptiert.

Reiseschecks (Travellerschecks) werden in Deutschland nicht mehr ausgegeben. Sie haben aber immer noch Gültigkeit – auch in der Volksrepublik China.

Fast überall in China werden Reiseschecks – in Euro oder Dollar ausgestellt – gerne akzeptiert. Auch in kleineren Städten in der Provinz und in den meisten Hotels sind Reiseschecks ein willkommenes Zahlungsmittel.

Allerdings fallen beim Einlösen der Reiseschecks Gebühren an. Diese sind abhängig vom Scheckwert und betragen ca. 1 bis 3 Prozent. Zusätzlich wird – speziell in Hotels – eine deftige Service-Pauschale berechnet.

Reiseschecks sind auch in China versichert und werden im Verlustfall umgehend ersetzt. Aufgrund der hohen Gebühren sind sie nicht als Hauptzahlungsmittel für eine Chinareise geeignet, wohl aber für ein sicheres Ersatzzahlungsmittel in der Reisekasse.

 

Yuan online bestellen

Schnell, sicher, bequem und im Trend, ist der Einkauf von Fremdwährung vor der Reise per Mausklick bei diversen Online-Dienstleistern. Auch vor einer Chinareise bietet sich der Onlinekauf chinesischer Yuan an:

Immer mehr Finanzdienstleister bieten den Onlineankauf von Devisen an. Federführend sind Travelex und die Reisebank AG. Per Mausklick kann die gewünschte Summe geordert werden. Die Lieferung erfolgt entweder per versicherter Kurierlieferung (gegen die Entrichtung einer Pauschalgebühr), üblich ist auch die Abholung an einer der Filialen. Diese befinden sich an großen internationalen Flughäfen.

Ausschlaggebend ist der tagesaktuelle Wechselkurs zum Zeitpunkt der Bestellung. Dieser kann auf der Homepage der entsprechenden Dienstleister abgerufen werden.

Die Devisenbestellung ist – abgesehen von der Wechselgebühr – in der Regel kommissionsfrei. Die Stückelung der Währung kann aber oftmals nicht ausgesucht werden.

Abheben von Yuan an Geldautomaten

In China sind Geldautomaten weit verbreitet. In Banken, Einkaufszentren, Hotels, auch in kleineren Provinzen stehen geeignete Automaten zur Verfügung. Das Geld abheben in China ist eine Alternative zum direkten Bargeldwechsel. Zuverlässige Automaten mit englischer Menüführung findet man in folgenden Banken:

 
Abzuwägen sind auch die Gebühren beim Geldabheben.

 

Yuan abheben per Girocard (EC-Karte)

Auch im fernen China wird am Bankautomaten und Kartenterminals die deutsche Girocard (EC-Karte) akzeptiert. Allerdings ausschließlich Karten mit dem Maestro-Logo. Terminals, welche diese Karten akzeptieren, tragen das entsprechende Logo.

Beim Geldabeben per Girocard (EC-Karte) an chinesischen Bankomaten entstehen Gebühren. Diese Währungswechselgebühren werden von den deutschen Hausbanken erhoben und als Auslandseinsatzentgelt deklariert. Üblich ist ein Pauschalbetrag von 5 bis 10 Euro pro Abhebung – unabhängig von der Summe, die abgehoben wird.

Oft wird ein Mindestbetrag von 5 Euro auch beim Abheben von Kleinstbeträgen fällig. Bei längeren Aufenthalten kann sich diese Gebühr in der Summe der Abhebungen zu einem empfindlich schmerzhaften Kostenpunkt im Finanzplan der Reise entwickeln. Sinnvoll ist daher die Abhebung größerer Beträge bei gleicher Gebühr oder die Verwendung einer Kreditkarte.

Vorsicht: Oftmals sperren deutsche Banken vorsichtshalber die Girocard für den Gebrauch im Ausland oder versehen die Karte mit einem Abhebungslimit. Wer sichergehen will, dass die Karte auch für die Chinareise legitimiert ist muss sich vor der Reise mit der Hausbank in Verbindung setzten und die Karte eventuell freischalten lassen.

 

Yuan abheben per Kreditkarte

Alle gängigen Kreditkarten wie Mastercard und Visa werden in China flächendeckend zum Geldabheben an Automaten akzeptiert. Das Abheben erfolgt unkompliziert durch Eingabe einer gültigen PIN. In der Regel verfügen chinesische Kartenautomaten über eine englische Menüführung.

Bei klassischen Kreditkarten fallen auch in China Gebühren für den Währungswechsel an. Dieses Auslandseinsatzentgelt wird vom kartenausgebenden Institut berechnet. Anders als bei der Girocard (EC-Karte) sind die Gebühren abhängig von der abgehobenen Summe Bargeld. Üblich sind 1 bis 4 Prozent der verfügten Summe.

Wer die genaue Gebührenhöhe wissen möchte, kann dies beim Karteninstitut bzw. der zuständigen Bank erfragen oder in den AGBs des Kartenvertrags nachlesen.

Das Verfügungslimit an chinesischen Geldautomaten beträgt meistens 2000 oder 3000 Yuan. Es muss ein Mindestbetrag von 100 Yuan abgehoben werden.

 

Gebührenfrei Yuan abheben mit kostenlosen Reisekreditkarten

Die mit Abstand günstigste Methode, in China an Bargeld in Landeswährung zu gelangen ist das Abheben von Yuan mithilfe einer kostenlosen Reisekreditkarte.

Immer mehr Onlinebanken bieten kostenlose Reisekreditkarten an. Bei gleichem Leistungsspektrum im Vergleich zu klassischen Kreditkarten liegt der Unterschied darin, dass weltweit – auch in China – die Auslandseinsatzgebühr an Geldautomaten wegfällt. Das bedeutet, man kann gebührenfrei Bargeld beziehen.

Die Akzeptanz kostenloser Reisekreditkarten ist gleich wie bei klassischen Kreditkarten. Auch in diesem Punkt entstehen keine Nachteile.

Kostenlose Reisekreditkarten autorisieren nicht nur zum gebührenfreien Geld abheben. Sie sind in der Beantragung und im Unterhalt kostenfrei. Es gibt sie inzwischen auch in der Studentenedition.
 

 
Besonders bei Fernreisen wird die Mitnahme von mindestens zwei Kreditkarten empfohlen. Eine kostenlose Reisekreditkarte ist schnell online beantragt und bietet sich als kostenfreies weiteres Zahlungsmittel für die Reisekasse an.

Wichtig:

Der Yuan ist keine frei konvertierbare Währung. Es ist nicht einfach, übrig gebliebene Währung vor der Rückreise zurück zu tauschen.

Aus diesem Grund sollte man keine zu großen Beträge abheben und vor dem Geld abheben ausrechnen, wie viel Bargeld realistisch benötigt wird.

Beim Geld abheben sollte man sich immer einen Beleg ausdrucken lassen. Nur dann ist es möglich, in einigen Banken übrige Yuan zurück zu tauschen.

Für den Rücktausch fallen ebenfalls Gebühren an.

Zahlungsmöglichkeiten mit der Währung von China

In China treffen Fortschritt und Tradition aufeinander. So vielschichtig die Kultur, so breitbandig sollte auch die Zusammenstellung der Reisekasse sein. Denn sowohl Barzahlung als auch Kartenzahlung ist manchmal unumgänglich. Hat man die Wahl zwischen den beiden Zahlungsmethoden, ist die Höhe der Zusatzkosten ein wichtiger Entscheidungsparameter.

 

Barzahlung mit Yuan

Experten prognostizieren, dass China einer der ersten Staaten sein wird, welcher Bargeld komplett abschafft. Doch so weit ist es noch nicht. Während man in den großen Metropolen auch schon in kleinen Geschäften und Straßencafés mit Karte oder Handy bezahlen kann, wird speziell bei Touren in entlegenere Provinzen noch sehr gerne Bargeld angenommen.

Bei der Bezahlung mit Bargeld in China ist es vorteilhaft, möglichst mit kleinen Scheinen zu bezahlen. Denn der Handel mit Falschgeld blüht im Land der Mitte. Wer mit großen Scheinen bezahlt läuft Gefahr, gefälschtes Geld ausbezahlt zu bekommen.

Große Mengen Bargeld dabei zu haben ist auch in China gefährlich. Speziell in dicht besiedelten und ärmeren Gegenden gibt es Diebesbanden, die auf ahnungslose Touristen spezialisiert sind.

Aufgrund der Gebühren beim Umtausch kann man sich unnötige Kosten ersparen, indem nur so viel Bargeld umgetauscht wird, wie tatsächlich benötigt wird. Denn der Rücktausch von Yuan in Euro ist erstens nicht unkompliziert und verursacht außerdem erneute Wechselgebühren.

 

Bargeldlose Zahlung in China

Ausgerechnet der Staat, welcher im 11. Jahrhundert das Papiergeld erfunden hat, verabschiedet sich 800 Jahre später rasant davon. So ist die bargeldlose Zahlung in China absoluter Standard. Selbst in kleinen Provinzen ist die bargeldlose Bezahlung zur Regel geworden. Für Reisende ist dies einerseits bequem, andererseits aber auch mit unangenehmen Gebühren verbunden:

Alle gängigen Kreditkarten werden in China als bargeldloses Zahlungsmittel akzeptiert. Fortschrittlicher als in vielen anderen Reiseländern ist es nicht selten sogar möglich, in kleinen Straßencafés oder auf Wochenmärkten per Karte zu bezahlen. Die Ablehnung der Kartenzahlung und das Bestehen auf Bargeld ist auch in kleineren Dörfern eher die Ausnahme als die Regel.

Auch die Girocard (EC-Karte) wird in China als Zahlungsmittel akzeptiert – allerdings nicht ganz im selben Umfang wie Kreditkarten. Voraussetzung ist – wie beim Geldabheben an Automaten – das Maestro-Logo.

Außerhalb der Europäischen Währungsunion fallen für die bargeldlose Bezahlung mit Geldkarten Wechselgebühren an, so auch in China. Für jede Kartenzahlung per Kreditkarte oder Girocard (EC-Karte) zahlt der Reisende eine Auslandseinsatzgebühr. Diese beträgt ca. 1 bis 4 Prozent des Rechnungsbetrages. So ist es z. B. für Besitzer kostenloser Reisekreditkarten günstiger, gebührenfrei Landeswährung am Automaten abzuheben und die Rechnung in bar zu begleichen.

 

Bargeldlos Bezahlen mit Mobile Payment

In China hat in den letzten Jahren beim Bezahlen von kleinen Beträgen eine digitale Revolution stattgefunden: Kaum jemand verwendet noch Bargeld, um in Restaurants in U-Bahnen und beim Einkaufen die Rechnung zu bezahlen. Auch kleine Summen werden in der Regel über Bezahl-Apps wie WeChat Pay oder Alipay erledigt.

Selbst auf großen Gemüsemärkten bevorzugen die Händler immer mehr die Bezahlung mit dem Smartphone. Das umständliche Herausgeben von Wechselgeld und die Gefahr, Falschgeld zu erhalten fällt bei der digitalen Bezahlform flach. Selbst Pekinger Obdachlose nehmen teilweise schon Almosen per QR-Code an.

Die bekannteste Bezahl-App in China ist WeChat. Anfangs ein Chat Dienst für Smartphones von der Fa. Tencent wurde die App durch die Funktion des Mobile Payments (vergleichbar mit Google Pay oder Apple Pay) erweitert. Die App unterstützt inzwischen viele Sprachen, u. a. auch Deutsch.

Die Nutzung von Mobile Payment ist auch für deutsche Reisende in China interessant und erleichtert das Bezahlen.

Voraussetzung für das Mobile Payment in China ist eine chinesische SIM-Karte. Dann kann man sich bei WeChat Pay registrieren lassen und das Guthaben mit der Kreditkarte aufladen. Die exakte Vorgehensweise ist auf der Homepage der App-Betreiber genau beschrieben.

Sicherheit im Umgang mit der Währung von China

Die Volksrepublik China gilt – gemessen an seinen Verbrechensraten und dank eng vernetzter Überwachungssysteme– als eines der sichersten Länder weltweit. Aber auch als eines der dichtest besiedelten Staaten weltweit.

An Flughäfen und in öffentlichen Einrichtungen sind die Sicherheitskontrollen engmaschig und streng. Aber im Gedränge in belebten Straßen vor allem großer Städte sind auch in China Diebe oder auch Diebesbanden unterwegs. Auch Fälscherbanden treiben ihr Unwesen. So ist die konsequente Beachtung wichtiger Sicherheitshinweise bei Chinareisen umgänglich.

Nicht zu viel Bargeld mitführen! Besonders im Gewühl der Metropolen oder in den öffentlichen Verkehrsmitteln, wie U-Bahn, Bus etc. ist es besonders gefährlich. Bargeld und Wertsachen sollten unbedingt am Körper aufbewahrt werden, um Diebe nicht zu provozieren.

Kein Geldwechsel bei Privatpersonen! In China ist die Gefahr, Falschgeld zu erhalten sehr groß. Da es verschiedene Designs für Scheine gleicher Wertigkeit gibt, ist es besonders für Touristen extrem schwierig, echte von gefälschten Banknoten zu unterscheiden. Auf der sicheren Seite ist man bei einem Geldwechsel in Banken oder beim Bargeld abheben an offiziell autorisierten Kartenterminals.

Kartensperrnotruf bereithalten! Sollte es trotz aller Sicherheitsbemühungen passieren, dass eine Geldkarte geklaut wird oder verloren geht, so muss sie unverzüglich gesperrt werden. Dies geschieht am schnellsten über den internationalen Kartensperrnotruf (+49 116 116).

Geschichtliches zum Yuan

Die derzeitige Währung Renminbi ist nach ihrer größten Einheit Yuan benannt und existiert seit 1949 nach der Machtübernahme der kommunistischen Regierung.

Der Renminbi-Yuan war nach seiner Einführung viele Jahre eine Währung mit ausschließlich nationaler Tragweite.

Im Jahre 2014 eröffnete u. a. die Frankfurter Renminbi-Clearingbank. Diese ermöglichte, innerhalb der Bundesrepublik und in der Handelsbeziehung mit China Zahlungen in der Währung von China abzuwickeln. Die globale Relevanz des Renminbi Yuans ist ab diesem Zeitpunkt steil gestiegen.

Ende 2014 wurde die Währung von China offiziell vom Internationalen Währungsfond zur Leitwährung erklärt – Seite an Seite mit dem US-Dollar, dem Euro, dem britischen Pfund und dem Yen. Die Aufnahme des Yuan als Leitwährung wird in Fachkreisen als wirtschaftspolitischer Meilenstein bezeichnet.

 

Währungsrechner Euro ➢ Yuan (CNY)

 


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