Die Währung von Russland ist der Russische RubelMit über 17.000.000 Quadratkilometern ist Russland das flächenmäßig größte Land der Erde und erstreckt sich vom Pazifik bis zum Atlantik. Als Reiseland hat Russland einiges zu bieten – kontrastreiche Landschaften, faszinierende Tundra, subtropische Strände und pulsierende Metropolen. Die Währung von Russland ist der Rubel – das einzig akzeptierte offizielle Zahlungsmittel Russlands. Im Rahmen der Reisevorbereitung ist es unverzichtbar, sich über Möglichkeiten des Währungswechsels, Zahlungsmodalitäten, Bezahlarten und entstehende Gebühren sowie Sicherheitsaspekte zu informieren. Nur so kann die Reisekasse für den Russlandurlaub effektiv zusammengestellt werden. Die wichtigsten Informationen zum Umgang mit dem russischen Rubel sind auf dieser Seite komprimiert erklärt:

Der Rubel – Die Währung von Russland

Die offizielle Währung Russlands ist der Russische Rubel (российский рубль).

Der amtliche Währungscode nach ISO 4217 ist RUB.

Das Währungssymbol des Rubels ist ₽. In Russland wird oftmals auch das inoffizielle Währungssymbol „руб. rub“ verwendet.

Ein Rubel ist unterteilt in 100 Kopeken.

Die derzeit aktuellen Rubel-Banknoten sind seit dem Jahre 1997 im Umlauf.

Interessant: Das Aussehen und das Material russischer Scheine und Münzen werden von der russischen Zentralbank immer wieder geändert. So kann es vorkommen, dass Geldscheine oder Münzen desselben Wertes unterschiedlich aussehen, auch wenn die veralteten Modifikationen nach und nach aus dem Umlauf entfernt werden.

5- und 10-Rubelscheine sind kaum noch im Umlauf, im Jahre 2017 wurden aber 200- und 2000-Rubelscheine eingeführt. Diese sollen durch einen integrierten QR-Code besonders fälschungssicher sein.

Der Rubel ist offiziell die einzig akzeptierte Währung in Russland. In wenigen Ausnahmefällen werden Euro oder US-Dollar akzeptiert, meist dann aber zu schlechten Konditionen. Darauf verlassen sollte man sich nicht.

 

Übersicht über die Währung Rubel

Russische Münzen:1, 5, 10 und 50 Kopeken / 1, 2, 5 und 10 Rubel
Russische Scheine:5, 10, 50, 100, 500, 1.000 und 5.000 Rubel

Devisenbestimmungen für den Rubel

Für die Ein- und Ausfuhr von Devisen bei einem Aufenthalt in Russland gelten strenge Zollbestimmungen:

Barmittel bis zu einem Gegenwert von 10.000 US-Dollar dürfen deklarationsfrei ein- oder ausgeführt werden, eine freiwillige Deklaration ist jedoch möglich. Fremdwährungen werden zum tagesaktuellen Wechselkurs am Tag der Ein- oder Ausreise in USD umgerechnet.

Als Barmittel zählen Banknoten und Münzen in Rubel, in Fremdwährungen, die in Russland als Zahlungsmittel akzeptiert werden, aber auch Fremdwährungen, die in eine gültige Währung umgetauscht werden können, welche in Russland akzeptiert wird. Auch Reiseschecks gelten als Barmittel.

Münzen aus Edelmetall gelten nicht als Barmittel und müssen gesondert deklariert werden.

Wertpapiere, Wechsel und Bankschecks müssen grundsätzlich beim russischen Zoll deklariert werden.

Geld wechseln von Euro in die Währung von Russland

Gebührenoptimierter Währungswechsel: Da die Barzahlung in Russland auch in der heutigen Zeit vielerorts immer noch Standard ist, muss man sich als Reisender gut überlegen, wann, wo, wie viel und zu welchen Konditionen der Währungswechsel von Euro in Rubel stattfinden soll. Optionen gibt es genug, entscheidend sind die Randbedingungen, insbesondere die anfallenden Zusatzkosten in Form von Gebühren.

 

Wechsel in Rubel bei der Hausbank

Schon vor Reiseantritt ist es möglich, sich bei der Hausbank in Deutschland mit Rubel für die Reise zu versorgen. Diese Variante scheint bequem und sicher, birgt allerdings einige „Haken“.

Hohe Gebühren: Die anfallenden Zusatzkosten sind bei einem Währungswechsel bei deutschen Banken immer höher als beim Umtausch im Reiseland. Dies gilt auch für den russischen Rubel. Der Wechselkurs ist in der Regel schlechter als direkt im Reiseland, zusätzlich können Verwaltungskosten für die Devisenvermittlung seitens der Bank anfallen.

Verfügbarkeit und Zeitverlust: Die meisten Banken haben Fremdwährung nicht ausreichend auf Vorrat und müssen diese erst selbst bestellen. Dies kann zu Zeitverzögerung von mehreren Tagen führen. Außerdem gilt beim Währungswechsel immer der aktuelle Kurs am Tage des Deviseneinkaufs seitens der Bank.

Weniger ist mehr: Es macht Sinn, eine kleine Menge Bargeld in Landeswährung bei der Einreise im Gepäck zu haben. Wer die Reise nicht ohne die Währung von Russland antreten will, sollte maximal einen kleinen Betrag in der Hausbank wechseln für den Anreisetag (Kofferträger, Transfer zum Hotel etc.).

Sicherheit: Aus sicherheitstechnischen Gründen ist davon abzuraten, größere Mengen Bargeld ins Reisegepäck zu nehmen. Die Gefahr des Diebstahls ist besonders unterwegs sehr hoch.

 

Geldwechsel in Rubel vor Ort

Die günstigere Variante des Geldwechsels von Euro in Rubel bietet sich direkt im Reiseland. Die Konditionen sind deutlich günstiger als bei Hausbanken in Deutschland.

Flughafen: An allen internationalen Flughäfen bietet sich die Möglichkeit des Währungswechsels. Allerdings sind die entstehenden Zusatzkosten höher als in Banken oder Wechselstuben in den Städten.

Wechselstuben findet man in Russland in Bahnhöfen, Postämtern, großen Einkaufszentren oder in großen Hotels. In den meisten Fällen werden dort faire Wechselkurse angeboten – deutlich besser als an Flughäfen, denn die Konkurrenz zwischen den Wechselstubenbetreibern ist sehr hoch. Viele Wechselstuben – besonders in größeren Städten – haben rund um die Uhr geöffnet. Die Identifikation über den Reisepass ist Standard. Wechselstuben in Hotels bieten für den Umtausch meist schlechtere Kurse.

Banken: Die meisten Banken in Russland bieten einen Umtausch von Euro in Rubel an. Im Gegensatz zu öffentlichen Wechselstuben gelten für Banken in der Regel die Öffnungszeiten Mo. bis Fr. 9 bis 18 Uhr.

Vorsicht!

Oft wird in Wechselstuben mit einem „no commission“-Schild für einen günstigen Umtausch geworben.

Diese Ankündigung lenkt von den wahren Gebühren ab. Davon darf man sich nicht täuschen lassen, es wird in der Regel als „Ausgleich“ für den kommissionsfreien Umtausch ein schlechter Wechselkurs berechnet.

Vor dem Unterschreiben des Empfangsbelegs ist es wichtig, die erhaltenen Rubel nachzuzählen, um sicherzugehen, dass man den vollen Betrag erhalten hat.

 

Reiseschecks einlösen

In Russland haben Reiseschecks als direktes Zahlungsmittel keine Bedeutung, allerdings können sie an einigen Akzeptanzstellen in Rubel eingelöst werden.

In Russland werden Reiseschecks (Traveller-Schecks) ausschließlich zum Eintausch in die Währung von Russland akzeptiert – aber keineswegs flächendeckend. Ausschließlich in großen Städten, einigen Hotels und einigen wenigen Banken gibt es Akzeptanzstellen. Als Hauptzahlungsmittel sollte man sich besser nicht auf die Reiseschecks verlassen.

Wer Reiseschecks als Zahlungsmittel mitführen möchte, sollte sich vorab erkunden, an welchen Stellen am Reiseziel eine Akzeptanz gewährleistet ist.

Beim Einlösen der Reiseschecks fallen teilweise hohe Gebühren an. Im Vergleich zum direkten Bargeldwechsel oder zur Verfügung am Geldautomaten sind die Zusatzkosten bei Verwendung von Reiseschecks deutlich höher.

Trotz der begrenzten Akzeptanz und der hohen Gebühren eignen sich Reiseschecks auch in Russland als ideales „Ersatzzahlungsmittel“. Denn Reiseschecks sind weltweit versichert und werden im Falle von Verlust oder Diebstahl unmittelbar ersetzt.

 

Rubel online bestellen

Wer sich vor der Abreise nach Russland mit Landeswährung ausrüsten möchte, hat die Möglichkeit, dies bequem per Mausklick als Onlinebestellung zu vollziehen. Diese Form des Währungswechsels wird in den letzten Jahren immer beliebter.

Mehrere Reisebanken und Finanzdienstleister –u. a. Travelex und die Reisebank AG – sind zuverlässig und seriös, sie bieten den Onlineankauf von Devisen an, so auch die Währung von Russland.

Der aktuelle Tageskurs kann auf einem Währungsrechner der jeweiligen Homepage abgerufen werden. Die Bestellung erfolgt über ein einfach gestaltetes Onlineformular.

Die Bezahlung des Devisenkaufs erfolgt über Kreditkarte oder SEPA-Lastschrift. Maßgebend ist der Wechselkurs am Tage der Bestellung.

Die anfallenden Gebühren sind bei der Online-Bestellung deutlich geringer als beim Wechsel bei der Hausbank. Der Währungswechsel ist oftmals kommissionsfrei und somit eine günstigere Variante im Vergleich zum Umtausch bei der Hausbank. Allerdings wird eine Pauschalgebühr erhoben, wenn das bestellte Geld per Kurier versichert nach Hause geliefert wird. Es gibt aber auch die Möglichkeit, die bestellte Landeswährung an einer der Filialen abzuholen. Diese befinden sich an internationalen Flughäfen und großen Bahnhöfen.

Abheben von Rubel an Geldautomaten

Außer dem direkten Bargeldwechsel in Banken oder Wechselstuben besteht auch in Russland die Möglichkeit, sich per Geldkarte an geeigneten Automaten mit Landeswährung auszustatten. Auch hier muss man – je nach Kartenart – mit lästigen Zusatzkosten rechnen. Es gibt aber auch eine kostengünstige Variante.

 

Rubel abheben per Girocard (EC-Karte)

Mit der Girocard (EC-Karte) ist es auch in Russland möglich, Geld in Landeswährung zu verfügen. Allerdings sollte man einige Punkte beachten:

Es werden in Russland ausschließlich Karten mit dem Maestro- oder Cirrus-Logo angenommen. Trägt die Girocard das V-Pay-Logo, wird man vergeblich nach Akzeptanzstellen suchen, denn diese Karten sind nur für Geldautomaten innerhalb Ländern der Europäischen Währungsunion zum Geld abheben autorisiert.

Bei jedem Gang zum Geldautomaten entstehen Gebühren für den Währungswechsel von Euro in Rubel. Diese sogenannten Auslandseinsatzgebühren werden von den deutschen Hausbanken berechnet. Im Fall der Girocard (EC-Karte) wird das Auslandseinsatzentgelt als Pauschalbetrag abgerechnet – in den meisten Fällen fallen 5 – 10 Euro pro Abhebung an – unabhängig vom abgehobenen Betrag, auch bei Kleinstbeträgen. Wer mit der Girocard (EC-Karte) Landeswährung abhebt, spart insgesamt gesehen Gebühren, wenn der Maximalbetrag des Verfügungslimits abgehoben wird.

Manche Hausbanken sperren die Girocards (EC-Karten) ihrer Kunden für den Einsatz an ausländischen Geldautomaten oder versehen die Karten mit einem Verfügungslimit. In diesem Fall muss der Kunde vor der Reise die Karte für den Auslandseinsatz freischalten lassen.

Rubel abheben per Kreditkarte

Gängige Kreditkarten wie Mastercard oder Visa erfahren in Russland eine hohe Akzeptanz. In den großen Metropolen, aber inzwischen auch in kleineren Städten findet man ausreichend Geldautomaten, welche ausländische Kreditkarten akzeptieren.

Geldautomaten und Kartenterminals zum Geld abheben per Kreditkarte findet man in Banken, aber auch in großen Einkaufszentren, Flughäfen oder Bahnhöfen.

Bei der Nutzung klassischer Kreditkarten fallen ebenfalls Gebühren an. Anders als bei der Girocard wird das Auslandseinsatzentgelt nicht als Pauschalbetrag, sondern abhängig von der verfügten Summe berechnet. Üblich sind auch in Russland 1 bis 4 Prozent, berechnet aus dem verfügten Betrag.

Die Auslandseinsatzgebühr wird vom kartenausgebenden Institut erhoben. Dort erhält man auch Auskunft über die genaue Gebührenhöhe. In den Vertragsunterlagen ist ebenfalls eine Liste der Gebühren bei der Nutzung der Kreditkarte zu finden.

Zusätzlich entsteht bei vielen russischen Banken eine Gebühr für die Nutzung bankfremder Automaten.

Viele Kreditkartenbetreiben bieten auf ihrer Homepage eine Geldautomatensuche an – inzwischen auch als Handy-App. Dadurch spart man Zeit und unnötige Wege.

 

Gebührenfreies Geld abheben mit kostenlosen Reisekreditkarten

Auf der „Sonnenseite der Gebührenwelt“ befinden sich Besitzer kostenloser Reisekreditkarten. Mithilfe dieser Karten kann man auch in Russland die Auslandseinsatzgebühr einsparen.

Kostenlose Reisekreditkarten gibt es bei einigen Onlineanbietern. Das Besondere an dieser Kartenvariante ist, dass man weltweit an bankfremden Automaten gebührenfrei Bargeld in Landeswährung abheben kann, so auch in Russland.

Das Leistungsspektrum und die Akzeptanz der Reisekreditkarten entsprechen dem Standard klassischer Kreditkarten, es gibt keinen „Haken“.

Kostenlose Reisekreditkarten sind online schnell beantragt, es entstehen außerdem keine lästigen Zusatzgebühren wie z. B. Anschaffungsgebühr oder jährliche Kartengebühr.

Bei Reisen ins Ausland wird grundsätzlich die Mitnahme mehrerer Geldkarten empfohlen, um im Falle von Diebstahl, Beschädigung oder Verlust eine Ersatzkarte in der Reisekasse parat zu haben. So eignet sich die kostenlose Reisekreditkarte idealerweise als weiteres Zahlungsmittel für die Reise. Im Kartenvertrag integriert ist ein ebenfalls gebührenfreies Girokonto, welches auch nach der Reise als kostenloses Zweitkonto Verwendung finden kann.

 

Vorsicht Skimming!

Die Betrugsvariante des Skimmings ist weltweit auf dem Vormarsch. Russische Geldautomaten sind besonders oft von der neuen Art der Manipulation betroffen.

Beim Skimming werden Geldautomaten oder Kartenterminals auf eine Weise manipuliert, dass nach dem Einschieben der Geldkarte die relevanten Daten ausgelesen und auf eine Blanko-Karte kopiert werden. Gleichzeitig wird die PIN entweder durch versteckt angebrachte Kameras oder durch illegale Abfrage – z. B. beim Türöffner – ausgespäht.

Dieses „Klonen“ von Geldkarten ist besonders gefährlich, weil der Kartenbesitzer den „Angriff“ nicht sofort bemerkt und somit auch nicht gleich mit einer Kartensperrung reagiert.

Schutz gegen Skimming-Angriffe bedeutet erhöhte Aufmerksamkeit. Geldautomaten in Innenräumen von Banken sind seltener manipuliert als freistehende Kartenterminals. Eine verdeckte PIN-Eingabe kann das Ausspähen durch illegal angebrachte Kameras verhindern.

Auch während des Aufenthaltes in Russland sollten die Kontobewegungen regelmäßig überprüft werden, um bei nicht erklärbaren Unregelmäßigkeiten die Karte sofort sperren lassen zu können.

Beim Geldabheben kann man auch als Laie mit etwas Übung erkennen, ob am Geldautomaten eine Manipulation stattgefunden hat – meist handelt es sich um nachträglich angebrachte Aufsätze am Karteneinschub.

Zahlungsmöglichkeiten mit der Währung von Russland

Wer nach Russland reist, tut gut daran, in der Reisekasse für Flexibilität so sorgen. Wenn auch vielerorts Geldkarten für das Geldabheben oder zur bargeldlosen Zahlung zum Einsatz kommen können, so ist Bargeld in Landeswährung oftmals unverzichtbar.

 

Barzahlung mit Rubel

Wer es gewohnt ist, bargeldlos zu reisen, sollte bei einer Russlandreise umdenken. Außerhalb der großen Städte wird immer noch Bargeld bevorzugt.

Besonders in kleineren Provinzen und im endlos weiten Hinterland Russlands ist es unumgänglich, bar in Rubel zu bezahlen. In vielen entlegenen Gegenden sind auch keiner Geldautomaten zu finden, welche ausländische Karten akzeptieren. Dasselbe gilt für die bargeldlose Kartenzahlung.

Auch in den Metropolen Russlands wie Moskau oder St. Petersburg wird oft in kleineren Cafés, kleinen Lebensmittelgeschäften oder Street Food-Ständen ausschließlich der Rubel als Zahlungsmittel akzeptiert. Auch nicht alle Taxifahrer verfügen über Kartenlesegeräte, hier sollte man immer Bargeld bereithalten. Ebenso verhält es sich im öffentlichen Nahverkehr außerhalb der großen Städte.

Bei der Bezahlung ist es wichtig, kleine Stückelung bereit zu halten, im Idealfall hat man den Betrag passend parat.

Besteht die Auswahl zwischen Barzahlung und Kartenzahlung, sollte man die Entscheidung von den entstehenden Nebenkosten (Gebühren) abhängig machen. So ist in einigen Fällen die Barzahlung die günstigere Variante, beispielsweise für Besitzer kostenloser Kreditkarten, die für die Bargeldverfügung keine Gebühr bezahlen.

 

Bargeldlose Zahlung in Russland

In großen Städten und teilweise in touristisch erschlossenen ländlichen Gegenden ist eine bargeldlose Bezahlung auch in Russland möglich. Besonders bei Mietwagenunternehmen ist die Bezahlung mit Kreditkarte sogar Pflicht. Zu beachten sind auch hier die lästigen Zusatzkosten in Form von Gebühren.

Absolut gängig ist die Kartenzahlung in großen Hotels, Restaurants, Museen, bei der Buchung von Inlandflügen, im Überlandverkehr der russischen Bahn etc.

Russland ist flächenmäßig das größte Land der Erde. Grundsätzlich gilt: Je weiter man sich ins Hinterland bewegt, desto unwahrscheinlicher ist es, Rechnungen bargeldlos begleichen zu können.

Die meisten Kartenlesegeräte akzeptieren gängige Kreditkarten wie Mastercard oder Visa. Die Akzeptanz der Girocard (EC-Karte) war nicht immer gegeben. In den letzten Jahren werden aber zunehmend Girocards (EC-Karten) mit dem Maestro- oder Cirrus-Logo angenommen.

Da Russland kein Mitgliedsstaat der Europäischen Währungsunion ist, fallen bei der bargeldlosen Bezahlung mit Geldkarten Gebühren an. Diese werden abhängig vom Rechnungsbetrag erhoben. Meistens beträgt die Gebühr 1 bis 4 Prozent des zu zahlenden Betrags.

 

Bargeldlos Bezahlen mit Mobile Payment

Russland gilt als ein Vorreiter des Mobile Payments. Im Jahre 2018 haben ca. 30 Prozent der Bevölkerung das Smartphone zur Bezahlung genutzt. Auch für Touristen ist diese Alternative der Bezahlung interessant.

Wer eine funktionierende russische Bezahl-App nutzen möchte, muss sich eine russische SIM-Karte besorgen. Lokale SIM-Karten sind in Elektronikgeschäften (z. B. Euroset oder Swjasnoj) bzw. bei einem der großen Mobilfunkanbieter erhältlich. Als Tourist muss man die Karte über den Reisepass registrieren. Die bekanntesten Mobilfunkanbieter in Russland sind: MTS, Megafon, Beeline und Tele2.

In Russland hat die NFC-Technologie seit einigen Jahren den Durchbruch geschafft. Viele Händler unterstützen diese Technologie. So ist es in Russland inzwischen möglich, mit Apple Pay oder Google Pay kontaktlos zu bezahlen.

Beispiel: Im gesamten U-Bahnnetz sind an den Drehkreuzen zu den Bahngleisen Kontaktschleifen angebracht, an denen man kontaktlos mit dem Smartphone unkompliziert die Fahrkarte bezahlen kann.

Vorsicht: Wer mit deutscher SIM-Karte in Russland unterwegs ist, muss teilweise mit hohen Roaming-Gebühren rechnen.

Sicherheit im Umgang mit der Währung von Russland

Russland hat im Vergleich zu anderen Reiseländern eine höhere Kriminalitätsrate. Besonders in großen Städten gibt es soziale Brennpunkte, hier ist die Gefahr von Diebstahl und Überfällen für Touristen besonders hoch. Erkannt ist zwar nicht gebannt, aber minimieren kann man diese Risiken durch das konsequente Beachten einiger Sicherheitstipps:

Die Mitnahme von Bargeld sollte auf die aktuell benötigte Summe beschränkt werden. Größere Mengen Bargeld sind sicher im Hotelsafe oder der Unterkunft des Vertrauens untergebracht. Die Geldbörse und andere Wertsachen niemals nach außen sichtbar mit sich führen! Geeignet sind Brust- oder Geldtaschen. Umhängetaschen oder gar Rucksäcke sind als Aufbewahrungsort ungünstig und nahezu eine Einladung für Diebe.

Beim Abheben von Bargeld an Automaten ist die sicherste Variante, Terminals in Innenräumen von Banken zu nutzen. Diese Automaten sind in der Regel kameraüberwacht und werden regelmäßig gewartet und auf Manipulation untersucht. Dadurch haben es Betrüger schwieriger, illegale Modifikationen an den Automaten anzubringen zum Zwecke der Ausspähung von Kartendaten (skimming).

Immer im Gepäck oder im Gedächtnis zu haben sollte man den internationalen Sperrnotruf (+49 116 116). Im Fall der Fälle – wenn eine Geldkarte gestohlen wird, oder verloren geht – ist dies eine wichtige Nummer. Die Karte kann sofort gesperrt werden, so kann unter Umständen großer finanzieller Schaden verhindert werden.

Geldautomaten in abgelegenen, unbelebten Stadtteilen oder unbeleuchteten Straßen sollten gemieden werden. Zu hoch ist die Gefahr eines Überfalls.

Geldkarten niemals unbewacht aus der Hand geben! Bei der bargeldlosen Zahlung ist es wichtig, die Karte niemals aus den Augen zu lassen. Es besteht die Gefahr, dass die Karte in einem unbewachten Augenblick über ein manipuliertes Lesegerät ausgelesen wird (siehe Skimming).

Geschichtliches zum Rubel

Schon im Jahre 1321 wurde der Rubel geschichtlich zum ersten Mal erwähnt. Der Begriff „Rubel“ bedeutet sinngemäß „abgehauenes Stück“.

Im 16. Jahrhundert etablierte sich dieser als Zahlungsmittel in ganz Russland.

1990 wurde die Zentralbank der Russischen Föderation auf der Basis der russischen Staatsbank der UdSSR gegründet. Nach Gründung der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten im Jahre 1991 erklärte die damalige sowjetische Regierung die Zentralbank zum offiziellen Organ der staatlichen Geld- und Devisenverordnung. Ihr fällt die Aufgabe zu, die Stabilität des Finanzsystems zu gewährleisten.

2005 hat die russische Zentralbank den Kurs des Rubels an eine Währungskombination bestehend aus US-Dollar und Euro gebunden. Auf diese Weise soll die russische Wirtschaft vor akuten Wechselkursschwankungen geschützt werden. Der Euro hat dabei eine Gewichtung von 45 Prozent, der US-Dollar 55 Prozent.

Beeinflusst wird der Kurs des Rubels durch die Öl- und Gaspreise, denn Russlands Wirtschaft wird zu einem hohen Anteil vom Rohstoffhandel geprägt.

 

Währungsrechner Euro ➢ Rubel

 


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